Blog
Entdecke fundierte Artikel und wertvolle Einblicke zur Regulation des Nervensystems, weiblichen Hormonen und ganzheitlicher Gesundheit.
-

Wie sich Trauma im Körper zeigt: Warum dein Körper sich erinnert, auch wenn dein Kopf vergessen will
Trauma im Körper, Teil 1 von 4 Du hast über das, was passiert ist, längst…
-

Perimenopause ab 35: Warum sich Zyklus, Schlaf und Stimmung verändern (und warum es so oft niemand erkennt)
Der Zyklus war jahrelang verlässlich, und plötzlich ist er es nicht mehr. Dazu kommen Nächte,…
-

Die 5 besten Rezepte für eine gesunde Darmflora: einfach, alltagstauglich und lecker
Dein Darm ist weit mehr als ein Verdauungsorgan. In ihm leben Billionen von Mikroorganismen, das…

Körper & Psyche
Dein Körper und deine Psyche sind kein Gegensatz, sondern ein System. Hier geht es darum, wie sich seelische Belastung körperlich zeigt – von chronischer Anspannung bis zu unerklärlichen Beschwerden – und wie echte Heilung beide Ebenen einbezieht.

Zyklus & Hormone
Der weibliche Zyklus ist mehr als eine Randnotiz der Gesundheit – er prägt Energie, Stimmung und Belastbarkeit jeden Monat neu. Hier findest du fundiertes Wissen zu Hormonen, Zyklusphasen und Frauengesundheit, das in den meisten Gesundheitsratgebern kaum vorkommt.

Ernährung & Nervensystem
Was du isst, wirkt direkt auf dein Nervensystem – nicht nur auf deine Figur. Diese Kategorie zeigt, wie Ernährung Stressresistenz, Schlaf und emotionale Stabilität beeinflusst, jenseits von Diätkultur und schnellen Versprechen.
Mehr Ruhe für dein Nervensystem
Sanfte Übungen und achtsame Tools, die dir helfen, Stress zu lösen, dein Nervensystem zu beruhigen und dich Schritt für Schritt wieder ausgeglichener zu fühlen.

Kurz erklärt.
Die wichtigsten Fragen zu Nervensystem und weiblicher Gesundheit – knapp beantwortet, damit du direkt weißt, woran du bist.
Das Hormon Progesteron wirkt normalerweise beruhigend, weil es die Bildung des Nervenbotenstoffs GABA fördert. In der Woche vor der Periode fällt der Spiegel jedoch ab – und bei manchen Frauen reagiert das Gehirn genau auf diesen Abfall besonders empfindlich. Das erklärt, warum sich die gleiche Situation kurz vor der Periode oft viel intensiver anfühlt als sonst.
Ja. Dein Stresssystem (die HPA-Achse) und dein Hormonsystem sind eng miteinander verschaltet – dauerhafter Stress kann Zyklus und Hormonspiegel nachweislich verschieben. Umgekehrt machen schwankende Hormone dein Nervensystem in manchen Zyklusphasen empfindlicher für Stress. Es ist also keine Einbahnstraße, sondern ein Kreislauf.
Teilweise. Der Vagusnerv ist real und spielt eine wichtige Rolle für Entspannung – das ist gut erforscht. Dass sich mit Ohrmassage oder Summen aber gezielt „der Vagusnerv aktivieren“ lässt, ist wissenschaftlich bisher kaum belegt. Die Übungen können trotzdem helfen – vermutlich, weil sie dich zum bewussten Innehalten bringen, nicht weil sie einen Schalter umlegen.
Weil zwei Systeme gleichzeitig aus dem Takt geraten: deine schwankenden Geschlechtshormone und dein Stresshormon Cortisol. Beide beeinflussen sich gegenseitig, wodurch sich dein Nervensystem in dieser Zeit oft dauerhaft überaktiviert fühlt – auch bei Dingen, die dich früher kaum aus der Ruhe gebracht hätten.
In der zweiten Zyklushälfte reagiert dein Körper messbar schlechter auf Insulin, wodurch dein Blutzucker stärker schwankt und Hunger schneller zurückkommt. Gleichzeitig sinkt der Progesteronspiegel, was das Verlangen nach Kohlenhydraten und Süßem zusätzlich verstärkt. Das Verlangen ist also keine Willensschwäche, sondern eine hormonell erklärbare Reaktion deines Körpers.
Langsame, verlängerte Ausatmung ist einer der am besten belegten Wege, dein Nervensystem schnell zu beruhigen. Schon wenige Minuten bewusstes Atmen können den Ruhe-Teil deines Nervensystems aktivieren – unabhängig davon, in welcher Zyklusphase du gerade bist.


